Sarah verteidigt Titel mit unglaublichem Lauf PDF Drucken E-Mail
Wettkämpfe
Geschrieben von: Johannes Gathen   
Montag, den 03. August 2015 um 09:52 Uhr

Deutsche Jugendmeisterschaften Jena
Sarah Schmidt im Alleingang zu Bestzeit und Gold

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Jugendleichtathletik. In Jena ermittelten in der Leichtathletik die Altersklassen U18 und U20 ihre Deutschen Meister. An diesem nationalen Saisonhöhepunkt nahmen die LAZ’ler Jolina Schmitz (400-m U18), Dennis Winter (800-m U20) sowie Sarah Schmidt (800-m U20 – alle LAZ/TSN) teil. Das Wochenende lief dabei für die jungen Nachwuchstalente aus Mönchengladbach recht unterschiedlich.

Eine Pflichtaufgabe war der 800-m Vorlauf in der U20 für Sarah Schmidt. Für sie hieß es am Samstagmittag, kontrolliert laufen, nicht zu viel Kraft einsetzten und sich aus Gerangel fern halten. Diese Aufgabe erledigte die Titelverteidigerin dann auch sehr souverän. Nach einer schnellen Startkurve kontrollierte sie das Tempo von der Spitze, zog nach 500-m einmal kurz an und setzte sich damit vom Feld ab. Kontrolliert laufend sicherte sich Sarah als Vorlaufsiegerin mit 2:11,86 min. den sicheren Finaleinzug.

Für diesen Finallauf hatte sich Sarah noch mal ein schnelles Rennen vorgenommen.  Es galt den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Bei einem Bummelrennen besteht immer die Gefahr im Schlussspurt nicht den nötigen Speed zu haben. Darüber hinaus wollte Sarah einfach zum Abschluss der Saison sehen, was sie noch laufen kann. In neuer persönlicher Bestzeit von 2:01,44 min. stürmte Sarah dann zur Titelverteidigung und deklassierte das gesamte Feld.

Sarah Schmidt ging das Rennen schnell an. Ihrem hohen Anfangstempo vermochte keiner der 9 Konkurrentinnen zu folgen. Nach 58,3 Sekunden hatte Sarah die erste Runde absolviert und ging mit fast 30 m Vorsprung in die Schlussrunde. Wer glaubte, Sarah würde nun einen Gang rausnehmen, irrte. Sie hielt das Tempo hoch und vergrößerte kontinuierlich ihren Vorsprung. Eingangs der Zielgeraden waren es dann schon fast 60 m. Mit der großen Uhr im Ziel vor Augen realisierte Sarah, wie schnell sie unterwegs war. Nun mobilisierte sie alle noch verfügbaren Kräfte und lief in fantastischen 2:01,44 min über die Ziellinie. Zuerst ungläubig auf die Zieluhr schauend, freute sich Sarah über ihre neue Bestzeit, die zugleich auch neuer Landesrekord bedeutet und über ihre souveräne Titelverteidigung.

Im Alleingang diese Zeit zu laufen ist in der Jugend schon eine außergewöhnliche Leistung mit der Sarah Schmidt eine herausragende Saison krönte. Nun darf sie sich erstmal von den körperlichen und mentalen Anstrengungen der letzten Wochen und Monate erholen und ihre Erfolge ausgiebig feiern.

Bereits am Freitagmittag musste  sich Jolina Schmitz ihre Spikes schnüren. Sie stellte sich der Konkurrenz im Sprint auf der Stadionrunde. In ihrem ersten Jahr in der Jugendklasse konnte die junge Läuferin zum Saisonhöhepunkt mit Bestleistung überzeugen. Im zweiten Vorlauf stellte sie mit 58,36 sec. eine neue persönliche Bestzeit (bisher 58,96 sec.) auf. In der Endabrechnung belegte sie damit Rang 12 und verbesserte sich gegenüber der Melderangliste um 12 Plätze. Dabei hatte Jolina mit Bahn 7 eine eher ungünstige Bahn zugelost bekommen und hatte erstmal die anderen Läuferinnen in ihrem Lauf im Rücken. Somit fehlte ihr ein wenig die Orientierung, ob des richtigen Angangstempos. Mit 27,8 sec.  ging sie dann auch ein wenig verhalten an, drehte aber auf die Schlussgeraden noch einmal auf, ließ noch zwei Mädchen hinter sich und überquerte die Ziellinie in Bestzeit. Nach dem Lauf zeigte sich Jolina dann auch mit ihren ersten deutschen Jugendmeisterschaften und ihrem erst dritten Rennen über die Stadionrunde zufrieden.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte am Samstag Mittelstreckler Dennis Winter bei seiner ersten deutschen Meisterschaft. Er musste im dritten Vorlauf über 800-m der U20 an die Startlinie. Die lange ungewohnte Warterei im Callroom bei sommerlichen Temperaturen ließ seine Nervosität weiter ansteigen. Mit dem Startschuss ging es in seinem Lauf von Beginn an richtig schnell zur Sache und Dennis hielt das hohe Tempo zunächst mit. Eingangs der Schlussrunde machte dann aber plötzlich seine Muskulatur zu und er musste abreißen lassen. Im gelang es dann nicht mehr, in einen lockeren Lauf zu kommen und beendete das Rennen in 2:01,48 min. Damit war der ehrgeizige Läufer natürlich nicht zufrieden, hatte er doch aufgrund des Trainings in den letzten Wochen eine wesentlich schnellere Zeit erwarten dürfen. Nun will er in den nächsten Wochen bei einigen Wettkämpfen zeigen, was er wirklich zu laufen im Stande ist.


 

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