Paula ist Deutsche Vizemeisterin PDF Drucken E-Mail
Wettkämpfe
Geschrieben von: Johannes Gathen   
Montag, den 07. August 2017 um 10:05 Uhr

Deutsche Jugendmeisterschaften Ulm
Paula Schneiders  läuft auf Silberrang

Während sich die besten Leichtathleten der Welt bei der WM in London die Aufmerksamkeit zur Zeit auf sich ziehen, zeigte der deutsche Leichtathletik-Nachwuchs bei den deutschen Meisterschaften nicht weniger beachtenswerte Leistungen. Inmitten der „Stars von Morgen“ konnten auch die drei Nachwuchstalente des LAZ Mönchengladbachs – Jolina Schmitz, Paula Schneiders und Nick Kämpgen (alle Tsch. Mönchengladbach-Neuwerk) – überzeugen. In der U18 sicherte sich Paula im 1500-m Rennen die Silbermedaille und Nick lief über die gleiche Distanz auf Rang 5 während Jolina über 400-m der U20 auf Rang 8 lief.

Der Weg zu den guten Platzierungen führte für die drei Mönchengladbacher zunächst über die Vorläufe. Hier setzte sich Freitagmittag zunächst  Paula Schneiders souverän als Siegerin ihres Vorlaufes mit der schnellsten Zeit aller Vorläufe in 4:41,98 min. durch. Dabei hielt sie sich auf den ersten Runden deutlich zurück und zog dann auf den letzten 600-m das Tempo an. Schnell riss eine Lücke zum Feld auf und Paula sicherte sich als Vorlaufsiegerin den direkten Einzug ins Finale. Direkt nach ihr trat Nick Kämpgen seinen Vorlauf an. Im engen Feld kam es nach 100-m zu einer Bulkbildung und Nick wurde eingekesselt. Da ihm im engen Feld ein Mitläufer in die Füße lief kam er ins Straucheln und stürzte schließlich. Nach einer Schrecksekunde stand Nick auf und sprintete dem um rund 20-m enteiltem Feld hinterher. Er fand wieder Anschluss und musste dann im Schlussspurt alles geben. In 4:11,95 min. sicherte sich Nick letztendlich mit der Neuntbesten Zeit den Finaleinzug. Als letzte der Mönchengladbacher ging dann schließlich Samstagmittag Jolina Schmitz an die Startlinie. Im ersten Vorlauf hatte sie mit Bahn 3 einen guten Startplatz zugelost bekommen, hatte aber auch zwei der stärksten Konkurrentinnen in ihrem Lauf. Jolina ging schnell an und konnte auf der Zielgeraden ihren Schritt gut halten. Sie lief als dritte mit persönlicher Bestzeit von 56,38 sec. über die Ziellinie. Nach ein paar bangen Minuten und zwei weiteren Vorläufen stand dann fest als Gesamtachte ebenfalls den Endlauf erreicht hatte.

Samstagabend standen dann die 1500-m Finalläufe auf dem Programm. Zuerst wurde es für Paula ernst. Mit Lea Kruse (Schalke) und Verena Meisl (Mühlheim) zwei spurtstarke Läuferinnen mit im Rennen. Da kaum zu erwarten war, dass eine der anderen Läuferinnen freiwillig die Führungsarbeit machen würde, zog Paula die „schnelle Taktikvariante“ und schlug von Beginn an ein schnelles Tempo an. Erwartungsgemäß setzte sich Lea Kruse an ihre Fersen. Das Feld konnte den beiden noch bis knapp zur 1000-m-Marke, die Paula in sehr guten 3:02 min. durchlief, folgen. Ab da konnte sich Paula mit Lea im Sog immer mehr vom Feld absetzten. Mit großem Vorsprung gingen die beiden auf den letzten 200-m. Eingangs der Zielgeraden kam dann der erwartete Antritt von Lea Kruse. Paula versuchte gegen zu halten, musste der starken Schalkerin aber den Vortritt lassen. In starken 4:36,42 min. überquerte Paula als Vizemeisterin die Ziellinie und sicherte sich damit die erhoffte Silbermedaille.

Direkt danach stand Nick Kämpgen in seinem 1500-m Finale an der Startlinie. Diesmal wollte der junge Läufer nicht wieder eingekesselt werden und lief die ersten 120-m schnell an. Danach verzögerte er das Tempo. Allerdings wollte auch kein anderer die Führungsarbeit erledigen. So führte Nick das enge zusammenliegende Feld in zügigen 2:50 min. zur 1000-m Marke. Nun zogen die Favoriten langsam das Tempo an und eingangs der letzten Runde wurde es dann richtig schnell. Nick hielt Kontakt zur Spitzengruppe und kämpfte um jeden Meter. Im Ziel sicherte er sich in guten 4:08,88 min. dann einen starken Fünften Platz.

Sonntag zur Mittagszeit durfte dann auch Jolina zu ihrem Endlauf antreten. Sie hatte hier gleich zwei kleine Handicaps zu bewältigen. Zum einen machte ihr wieder ihre Wade Probleme, die sich immer wieder verhärtet. Zum anderen hatte sie mit Bahn 1 die aufgrund des engsten Kurvenradius vermeintlich schwierigste  Bahn zugelost bekommen. Jolina ging ihr Rennen wieder gut und schnell an. Auf der Zielgeraden wurden die Beine dann ein wenig schwer und Jolina lief in 57,07 sec. als Achte ins Ziel.

Die jungen Talente des LAZ Mönchengladbachs können damit auf eine erfolgreiche Deutsche Meisterschaft zurückblicken, wo sie zum Saisonhöhepunkt sich topfit zeigten.


 

Kommentare 

 
#1 Christiane 2017-08-09 18:50
Herzliche Glückwünsche aus Dänemark :lol:
Zitieren
 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren